EL-Finale: Titelverteidigung oder Wunder von Warschau?

605x170_blog_soccer_125Es wird ernst: Die Entscheidungen im europäischen Klubfußball stehen unmittelbar bevor. Und den Auftakt macht heute Abend die Europa League. Überraschungsfinalist Dnipro Dnipropetrovsk muss sich ein weiteres Mal selbst übertreffen, will man im Nationalstadion von Warschau erstmals die Europa League gewinnen. Gegner ist nämlich niemand Geringerer als Titelverteidiger Sevilla. Und die Andalusier haben den Pokal bereits dreimal gewonnen…

Dnipro Dnipropetrovsk

Einen Abend lang sollen in der Ukraine Bürgerkrieg und Wirtschaftskrise vergessen werden. „Wir haben nichts – aber wir geben alles“, prognostizieren die Dnipropetrovsk-Anhänger euphorisch, die auf das „Wunder von Warschau“ hoffen. Dabei ist es schon fast ein Wunder, dass die Ukrainer nun im Endspiel stehen: „Niemand hatte uns auf der Rechnung. Es ist eine große Überraschung, dass wir so weit gekommen sind“, weiß auch Jewgeni Selesnjow, seines Zeichens Torjäger bei Dnipro. Kapitän Rotan indes schlägt in eine andere Kerbe und zeigt sich vor dem großen Finale siegessicher: „Wir wollen diesen Pokal gewinnen!“ Sollte dem Underdog tatsächlich der ganz große Wurf gelingen, „wäre das für die Ukraine ein unglaublich glücklicher Moment“, träumt Torhüter Boyko. Auf jeden Fall ist der Einzug ins EL-Finale der bis dato größte internationale Erfolg der Vereinshistorie.

FC Sevilla

Geschichte schreiben kann aber auch der FC Sevilla! Nach den Siegen im UEFA-Cup 2006 und 2007 könnten die Andalusier nun auch in der Europa League als erster Verein den Titel erfolgreich verteidigen. Außerdem könnten die Sevillistas als erstes Team den UEFA-Pokal bzw. die Europa League zum vierten Mal gewinnen! Dreimal gewannen bis heute neben Sevilla nur Inter, Juve und der FC Liverpool. Für Sevillas polnischen Mittelfeldakteur Kyrchowiak bietet sich zudem eine womöglich einmalige Gelegenheit: „Eine Titelverteidigung, mein erster Titel, noch dazu in meinem Land, das wäre unglaublich“, betont der Nationalspieler vor dem großen Finalauftritt in Warschau. Und auch sein Trainer Unai Emery weiß, was auf dem Spiel steht: „Wir können nicht abstreiten, dass wir die Möglichkeit haben, Geschichte zu schreiben.“

Road to Warsaw

Sechzehntelfinale:
Dnipro Dnipropetrowsk 4:2 Olympiakos Piräus
FC Sevilla 4:2 Borussia Mönchengladbach

Achtelfinale:
Dnipro Dnipropetrowsk (a) 2:2 Ajax Amsterdam
FC Villarreal 2:5 FC Sevilla

Viertelfinale:
FC Sevilla 4:3 Zenit Sankt Petersburg
FC Brügge 0:1 Dnipro Dnipropetrowsk

Halbfinale:
SSC Neapel 1:2 Dnipro Dnipropetrowsk
FC Sevilla   5:0 AC Florenz

Jeder weiß, dass ein Spiel das Märchen in Realität verwandeln kann! (Ruslan Rotan)
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10 Quick Facts zum Finale:

  • Immer, wenn ein ukrainisches Team im Finale stand, holte es bisher auch den Titel. Dynamo Kiew gewann 1975 und 1986 den Europacup. Shakhtar Donetsk 2009 gegen Werder Bremen.
  • Andererseits hat in der Europa League bisher noch kein spanischer Verein ein Finale verloren. Sevilla wäre der vierte spanische Triumphator in den letzten sechs Jahren.
  • Dnipro schaffte es mit nur 13 erzielten Toren ins Finale (im Schnitt 0,93 Tore pro Spiel).
  • Sevilla hat mit 26 Toren in 14 Spielen die beste Offensive (ex aequo mit SSC Napoli). Das sind im Schnitt 1,88 Tore pro Match.
  • Los Rojiblancos haben in dieser EL-Saison bis dato 14 Gegentreffer kassiert. Das macht ein Gegentor pro Spiel.
  • Dnipros Torhüter Boyko musste erst zehnmal hinter sich greifen. Das sind im Schnitt nur 0,71 Tore pro Spiel.
  • Das Endspiel ist das Duell der beiden Trainer mit der größten Erfahrung: Sevilla-Coach Emery sitzt in Warschau bereits zum 50. Mal auf der Bank. Das ist Rekord! Der Ukrainer Markewitsch kommt mit dem Finale auf 42 Einsätze.
  • Dnipros Konoplyanka ist der am öftesten gefoulte Spieler der Saison; er wurde 45-mal gefoult, 19-mal öfter als jeder andere Spieler.
  • Der Sieger der Europa League qualifiziert sich erstmals direkt für die Gruppenphase der Champions League.
  • Sevilla hat in dieser Saison die meisten Spiele in der Europa League gewonnen, ist seit neun Spielen ungeschlagen (letzte Niederlage 0:2 bei Feyenoord in der Gruppenphase) und ging in den letzten vier Duellen mit Teams aus der Ukraine stets als Sieger vom Platz.

Fazit:

Betrachtet man den letzten Punkt der oben angeführten Quick Facts, wird klar, dass Sevilla in diesem Finale haushoher Favorit ist. In Summe wanderten drei der bisherigen fünf EL-Titel nach España. Nun folgt Nummer Vier! Auch unsere Bookies sehen die Spanier klar im Vorteil und rechnen mit der erfolgreichen Titelverteidigung des amtierenden Champions.

Unsere Wettempfehlungen:

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