Jahresrückblick 2014 – Teil 3

605x170_blog_jahresrueckblick_2014Der Vollständigkeit halber, was der Autor dieser Zeilen während den Weihnachtsfeiertagen gemacht hat: Bratwürstel und Kekse essen, vier Kilo zunehmen, Socken geschenkt bekommen. Was Karim Benzema so gemacht hat: Fifa-Klubweltmeister werden, Weihnachtsurlaub in Dubai, Skydiving, Selfie im freien Fall machen! Nicht schlecht. Immerhin haben wir die Zeit gefunden, den dritten Teil des satirischen Jahresrückblicks zu verfassen. Besser spät als nie. Die Monate September bis Dezember. Der Vollständigkeit halber…

September

8. September: Cilic gewinnt die US-Open!

Im Sensationsfinale der US Open gewinnt der kroatische Tennisspieler Marin Cilic souverän gegen den Japaner Kei Nishikori. „Ich habe das beste Tennis meines Lebens gespielt“, sagte Cilic bei der Siegerehrung. Und was macht Nishikori, der im Halbfinale sensationell den Weltranglistenersten Novak Djokovic in die Knie zwang? Der Japaner folgt wieder dem Pfad des Bushidō. Nein, wir meinen nicht den allseits bekannten Rap-Lyriker, Frauenversteher und Integrations-Bambi-Preisträger (kein Scherz) Anis Mohamed Youssef Ferchichi aus Berlin, sondern den Kodex der Samurai. Nishikori kehrt zu meditativen Zwecken in das alte Bergkloster seines Meisters Mister Miyagi zurück, bekannt für seine beiden Sportzweige Tennis und Samurai-sein. Nishikori besinnt sich nach der größten Niederlage seines Lebens wieder auf die jahrtausendealten Lehren der japanischen Ritter: „Auftragen, rechte Hand. Polieren, linke Hand. Auftragen, polieren. Einatmen durch Nase, ausatmen durch Mund. Auftragen, polieren“. Gestählt durch die harte Tennis-Samurai-Schule Mister Miyagis und die hervorragende Nudelküche des Bergklosters ist Nishikori in Bälde wieder bereit, auf dem Tennis-Court zurückzuschlagen. Er paddelt schon mit dem Boot durch die Weltmeere zu den nächsten Turnieren, das Katana im Anschlag. Der wohl coolste Tennis-Samurai aller Zeiten…

Die Königin der US-Open wurde übrigens Amerikas „Grande Dame“ des Tennissports Serena Williams. Diese hatte Caroline Wozniacki aus Dänemark mit 6:3, 6:3 bezwungen und damit ihren 18. Grand Slam Titel und den sechsten US Open Sieg geholt. Wir verneigen uns huldvoll und verbleiben mit den Worten Nishikoris „omedetou und sayonara!“ Weiter geht’s mit dem Oktober.

Oktober

Während Kei Nishikori bereits wieder auf seinem Boot durch die Weltmeere zum nächsten Tennis-Event schippert, relaxt Wladimir Klitschko beim Paddelboarding in Florida. Wäre da nicht dieser verrückte Stalker namens Shannon Briggs. Nicht nur, dass der ehemalige WBO-Weltmeister einen Mädchennamen hat, Shannon gebärdet sich auch ein wenig wie die verrückte Ex, die sich nun beim Bruder ihres früheren (Box-)Partners anbiedert. Mal macht sie eine Szene in der Öffentlichkeit in der sie sich sogar noch unschicklich entblößt, dann meldet sie sich ungefragt zum Dinner und zuletzt stalkt sie das neue Ziel der Begierde quer über die ganze Welt und stört beim Paddeln. Dr. Steelhammer, seines Zeichens verheirateter Akademiker und keineswegs Mitglied bei Elitepartner, zeigt sich von Shannons plumpen Annäherungsversuchen irritiert und postuliert analytisch messerscharf: „Shannon Briggs ist irre!“ Aber vielleicht war das gar nicht Shannon Briggs, sondern Manuel Neuer? Irre, irgendwie.

Was hat sich abseits von dieser „Amour fou“-Beziehung im Oktober noch getan?

26. Oktober: Ogier gewinnt die Rallye-WM!

Der französische VW-Pilot Sebastien Ogier verteidigt seinen Rallye-WM-Titel erfolgreich. Der gelernte Skilehrer gewinnt das WM-Rennen in Katalonien vor Jari-Matti Latvala und sichert sich so Titel Nummer Zwei schon vor dem letzten Rennen.

29. Oktober: In der MLB sind die Giants die Größten!

Die San Francisco Giants gewinnen zum dritten Mal seit 2010 die World Series der Major League Baseball. Die Kalifornier setzen sich in einem wahren Krimi im siebenten und entscheidenden Match der Finalserie mit 3:2 denkbar knapp bei den Kansas City Royals durch!

Für all jene für die Begriffe wie Baselines, PickOff, Pitches und Scoring Position anmuten, als gehörten sie zu dem Fachvokabular aalglatter Bachelor-Aufreißer aus unterdurchschnittlichen TV-Formaten, schnell wieder zu hiesigen Sportbereichen…

30. Oktober: Alaba und Fenninger sind Österreichs Sportler des Jahres!

Während Olympiasiegerin Anna Fenninger wie bereits 2013 klar gewinnt, setzt sich David Alaba nur ganz knapp gegen Ski-Ass Marcel Hirscher durch. Mit dem Gewinn des Gesamtweltcups 2013/14 und dem Gold-Triumph im Super-G bei den Olympischen Winterspielen schwimmt Fenninger schon länger auf der Erfolgswelle. Ähnlich verhält es sich mit David Alaba, der maßgeblichen Anteil am Erfolgslauf der Österreichischen Fußballnationalmannschaft hat…

November

15. November: Der ÖFB auf Erfolgskurs!

Neun Länderspiele ungeschlagen! Bis November war das ÖFB-Team die einzige europäische Mannschaft die 2014 noch nie als Verlierer vom Platz musste. Dann brauchte es schon die Brasilianer um in einem Testspiel unglücklich und knapp den Kürzeren zu ziehen. David (Nation-)Alaba hatte mit seinen Elfertoren gegen Schweden (1:1) und Moldawien (2:1) seine Füße im Spiel. Vater des Erfolgs war wohl aber Marcel Koller. Als der Schweizer im November 2011 sein Amt antrat, lag das ÖFB-Team noch auf Weltranglistenplatz 71. Aktuell rangiert Rot-Weiß-Rot auf Platz 23! Fuchs, Arnautovic & Co. sind derzeit Tabellenführer in der EM-Quali-Gruppe-G. Zehn Punkte aus vier Spielen, 4 Zähler vor Zlatans Schweden, fünf vor WM-Starter Russland! Die Alpenrepublik ist in EUROphorie! Österreich und Fußball, das ist kein Widerspruch mehr, wie seinerzeit durch den deutschen Comedian Dieter Nuhr so vortrefflich festgehalten: “Bei der Fußball-WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten und auf der anderen Seite Kamerun!”

23. November: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton wird wieder Weltmeister!

Das Finalrennen in Abu Dhabi auf dem Yas Marina Circuit hätte spannender kaum sein können: Im Kampf um doppelte Punkte setzte Hamilton gleich am Start den Grundstein zu seinem zweiten Titel nach 2008! Rosberg patzte im letzten Rennen und der Brite machte gegen seinen Teamkollegen endgültig alles klar! Seitdem zieht es der Weltmeister vor Interviewfragen künftig nur noch im Rennwagen direkt zu beantworten…

23. November: Die Schweiz gewinnt den Davis Cup!

Roger Federer und Stan Wawrinka sichern der Schweiz zum ersten Mal in der Geschichte den Davis Cup! Im Finale schlagen die Eidgenossen Frankreich mit 3:1 und holen die hässlichste Salatschüssel der Welt! Und die Schweizer lächeln nach dem sportlichen Triumph kollektiv so entrückt, als hätten sie gebröselte Toblerone geraucht! Chapeau! Wir verneigen uns und gönnen uns zur Feier der Stunde einen herzhaften Bissen Toblerone. Das Original, die mit viel Schoko. Nur echt mit Nuss und anschließendem Kieferbruch! Yes Swiss Can!

Dezember

20. Dezember: Der BVB in der Krise! Klopp bleibt cool!

Ein Monat zum Abgewöhnen für den BVB! Die Borussen gewinnen im Dezember nur eines von vier Spielen und überwintern auf einem Abstiegsplatz! Der BVB-Coach sieht sich und sein Team dennoch hervorragend gerüstet, Erfahrung im Abstiegskampf habe er in der Vergangenheit als Spieler oft gesammelt. „Ich habe 98 Prozent aller Abstiegskämpfe bestanden, an denen ich teilgenommen habe“, so Klopp unmissverständlich und unterstreicht seine analytische Aussage mit grotesk verzogener Miene, Luftsprüngen und Faustschlägen in die Luft. Tatsächlich erscheint uns kaum jemand geeigneter den BVB wieder in sonnigere Tabellengefilde zu hieven als Kloppo. In der Retrospektive hatte es der gebürtige Schwabe nie leicht. 1967 trotz massiven Gegenpressings in Stuttgart geboren, war er mit Spielbeginn sofort voll da und höchst konzentriert. Er holte den anwesenden Mannschaftsarzt zu sich und schrie ihn mit verzerrter Miene an, dass er auf diesen Mist hier keinen Bock hätte.

Symbolhaft diese Art der Kommunikation, die Authentizität und Emotionalität ausstrahlte. Nachdem Jürgen es in Rekordzeit perfektioniert hatte, hinten dicht zu machen, kam er in den Kinderhort. Ab nun trat er nur mehr mit Baseballcap und 3-Tage-Bart an. Jürgen übernahm die Führung der Biene-Maja-Gruppe und motivierte seine Mannschaft zu spielerischen Höchstleistungen. Klopp verlangte, dass jeder seine Fähigkeiten hundertprozentig in den Dienst der Biene-Maja-Gruppe stellte. Kontrahenten aus der Heuschrecken-Flip-Gruppe sollten bereits im eigenen Strafraum frühzeitig unter Druck gesetzt und zu Fehlern beim Lego-Aufbauspiel gezwungen werden. Gerade zum Jahreswechsel besinnt sich Jürgen Klopp wieder auf seine alten Tugenden, fordert von Großkreutz & Co. „brutale Bereitschaft“ ein und konstatiert analytisch messerscharf auf die Frage, wie das neue BVB-Jahr werden würde: „Einfach nur geil…“

20. Dezember: Galacticos reloaded! Real ist Fifa-Klubweltmeister!

Während der BVB ganz unten ist, sind die Superstars von Real Madrid ganz oben und gewinnen das Finale der Klub-WM in Marrakesch gegen den argentinischen Copa-Libertadores Champion San Lorenzo souverän mit 2:0. Unglücklich für die Argentinier, aber was will man machen gegen Real? Deren Offensivakteure sich wie eine Fantasie-Weltauswahl lesen: Bale, Benzema, Isco, James, Kroos und Ronaldo! Die Madrilenen holen damit nach dem spanischen Pokal, der Champions League und dem europäischen Supercup auch den vierten Titel im Jahr 2014! Nach der Verpflichtung von Stars wie James Rodriguez und Weltmeister Toni Kroos erinnert diese Konstellation von Ausnahmefußballern mit der Speerspitze Ronaldo – Bale – James schon an die goldene Real-Generation um Roberto Carlos, Luís Figo und Zinédine Zidane – die „Galacticos reloaded“. Eine spanische Hochglanztruppe mit Platzhirschen, Vorzeige-Alpharüden und mächtig viel Olivenöl in den Haaren! Wir gratulieren und verneigen uns in demütigster Bewunderung…

Was bringt 2015?

Und während wir es uns um den Jahreswechsel herum auf der Couch gemütlich gemacht haben, um gemeinsam das Sporthighlight des Jahres zu rezipieren (Darts-WM: Adipöse Briten werfen Pfeile auf Korkscheiben und brüllen „Onehundredandeighty“, mit einer Stimme die nach dem Konsum von mehreren Jack-Daniels mehr an fortgeschrittenen Kehlkopfkrebs erinnert), reflektieren wir natürlich und mutmaßen, was könnte dieses noch junge Jahr 2015 bringen?Cineastisch erwarten uns Filme wie Star Wars, Fifty Shades of Gray oder Fast & Furious 7. Sowie Portraitfilme über Ausnahmekicker wie Messi (Arbeitstitel: Floh-Zirkus) und Zlatan Ibrahimović (Arbeitstitel: Ich bin der Größte). Ein gemeinsamer Film dieser beiden Protagonisten könnte durchaus den Namen: „Fast & Furious Wars with fifty Goals of awesomeness tragen.

Grundsätzlich stellt sich uns auch die Frage, in welche Richtung sich der Sport entwickelt? Weltverbände wie die Fifa arbeiten ja ständig an tollen, innovativen Ideen wie der Einführung von Torrichtern (die eigentlich nur da sind und nie was machen) oder einer Fußball-WM in der Wüste! Erwartet uns gar bereits 2015 die ultimative Sportrevolution? Ein Hybrid zwischen den beiden Gentlemen-Sportarten schlechthin! Snooker und Fußball? Hier die ersten Impressionen des neuen Konzepts! Vielleicht der beste Sport der Welt?

Aber vielleicht war das gar kein Jahresrückblick, sondern Manuel Neuer? Verwirrend! Wir wünschen auf jeden Fall ein tolles Jahr 2015!

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