Die Fußball WM von A bis Z. Teil 3

Im Blickpunkt der Fans: WM 2014 in BrasilienWir haben die WM bereits jetzt von A bis Z durchleuchtet. Wir liefern 26 Fakten, die Sie über die WM vielleicht noch nicht wussten. Im letzten Teil unserer WM-Vorschau widmen wir uns den Buchstaben von R bis Z. Wir werfen einen Blick auf Rio, thematisieren wir die WM-Chancen Spaniens sowie die vielen, kleinen Marotten der Trainer unter anderem in punkto Balzverhalten geschlechtsreifer Fußballspieler. Zu guter Letzt gibt es noch eine Vielzahl an interessanten Zahlenspielereien zur Weltmeisterschaft!

R wie Rio de Janeiro

Rio de Janeiro. Das steht für Karneval, Sambaklänge, Zuckerhut, Cristo Redentor und die Copacabana! Außerdem ist die 6,3 Millionen-Metropole Austragungsort des diesjährigen WM-Finales. Kein Wunder, denn für die Cariocas ist Fußball eine Religion und der wichtigste Tempel ist ohne Zweifel das Maracanã-Stadion, das lange Zeit das größte Stadion der Welt war. Der Fußball ist in Rio omnipräsent: Auf den Straßen, in öffentlichen Parks und an den Stadtstränden wird in jeder nur denkbaren Form Fußball gespielt. Abgesehen vom Kult des runden Leders ist und bleibt Rio de Janeiro eine Stadt der Gegensätze. Historische Kolonialarchitektur erinnert an die Historie, während die imposanten, urbanen Wolkenkratzer für die Zukunft stehen.

S wie Spanien

Auch wenn Spanien bei den Topfavoriten auf den Titel hinter Brasilien, Argentinien und Deutschland nur noch auf dem vierten Platz rangiert (Quote: 7.00), muss man den WM-Titelverteidiger auch 2014 auf der Rechnung haben. Die Spanier sind amtierender Weltmeister, amtierender Europameister und mussten sich auch im Confed-Cup 2013 nur Brasilien geschlagen geben. Nach Italien (1934 u. 1938) und Brasilien (1958 und 1938) könnten die Iberer das dritte Land werden, das seinen WM-Titel erfolgreich zu verteidigen wusste. Und das ist das erklärte Ziel von Trainer Vicente del Bosque. Für La Furia Roja beginnt die neue WM so, wie die alte aufgehört hat. Nämlich mit einem Duell mit den Niederlanden. Bei der Neuauflage des WM-Finales von 2010 müssen die Spanier einen Ausrutscher wie in Südafrika, als die Auftaktpartie gegen die Schweiz mit 0:1 verloren wurde, tunlichst vermeiden. Denn im Achtelfinale könnte bereits der Turnierfavorit Brasilien warten.

Quote: Gesamtsieg Spanien 7.00

T wie Trainer und/oder Triebe

Die 32 Nationaltrainer die sich während der WM ein Stelldichein geben, sind ein illustrer Menschenschlag mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Marotten. Louis van Gaal beispielsweise führt privat offenbar ein ähnlich hartes Regiment wie bei der niederländischen Nationalmannschaft. Der Bondscoach lässt sich von seinen Töchtern siezen, des Respekts wegen. Weniger streng, dafür mindestens ebenso motiviert und vor allem lautstark ist Jorge Sampaoli, der Trainer der chilenischen Nationalmannschaft. Im Jahr 1996 trainierte er in der regionalen argentinischen Liga Casildense de Fútbol den Klub Alumni de Casilda. Nachdem er über 75 Minuten seine Kommandos lauthals auf das Spielfeld schrie, hatte der Referee genug und verwies den heiseren Sampaoli kurzerhand des Stadions. Doch der Argentinier kletterte daraufhin hinter dem Spielfeld auf einen hohen Baum und rief von dort weiterhin Anweisungen zu seinen Spielern. Ähnlich körperlich ambitioniert scheint es bei der Seleção zuzugehen. So ambitioniert, dass sich Nationaltrainer Luiz Felice Scolari vor kurzem genötigt sah, seinen Spielern jegliche Anwendung von „akrobatischem Sex“ zu verbieten. Der Verletzungsgefahr wegen. Noch rigoroser hält es Mexikos Coach Miguel Herrera. Dieser fordert nämlich von „Chicharito“ & Co. absolute Enthaltsamkeit: „Ich kann den Spielern nichts verbieten, aber ich denke nur an Fußball und hoffe, dass die Jungs das Gleiche tun, denn es ist noch niemand an 40 Tagen Enthaltsamkeit gestorben“, so der 46-Jährige.

Solcherlei Restriktionen scheint es unter Costa Ricas Nationaltrainer Jorge Luis Pinto nicht zu geben. Dieser nämlich erlaubte seinen Spielern während der WM jegliche Art des Beischlafs. Die Spieler dürften während des Turniers „in Maßen“ Sex haben, erklärte Pinto einem kolumbianischen Radiosender. „Es entspannt und ist ganz natürlich.“ Ähnlich ungezügelt hält es wohl der nigerianische Nationaltrainer Stephen Keshi. Bereits 2013, nach Nigerias drittem Erfolg beim Afrika Cup, gab es für die Nationalmannschaft eine Woche körperliche Freuden All-Inclusive, Exzesse die wohl seinerzeit Kaiser Caligula die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Möglich gemacht hat es die Vereinigung der nigerianischen Prostituierten (ANP) in Kooperation mit der euphorischen, nigerianischen Regierung. Züchtiger und keuscher hält es wiederum Cesare Prandelli, der mit seinen nächtlichen Wallfahrten während der EM 2012 für ein Kuriosum sorgte. Der italienische Coach pilgerte nämlich zwischen den Spielen der Azurri zu Fuß des Nächtens in ein fernes Kloster um für sich und sein Team zu beten. In anderen klerikalen Gefilden schwebte seinerzeit beim FC Bayern der heutige US-Coach Jürgen Klinsmann. Dieser wusste nämlich nicht nur durch unorthodoxe Trainingsmethoden wie Aqua-Jogging oder Klettern zu beeindrucken, sondern auch durch seinen Hang zum Buddhismus. Klinsmann ließ auf dem Vereinsgelände des FC Bayern diverse Buddha-Figuren platzieren.

U wie USA

Und somit hätten wir mit Jürgen Klinsmann bereits den Übergang zu U wie den USA. Die USA sind ein Team, die bei der Nennung der Favoriten zumeist zwar nur in der zweiten Reihe stehen, die aber dennoch genügend Qualität besitzen, um bei der WM jedes Team zu fordern oder an einem perfekten Tag auch zu schlagen. Erfahrene Veteranen wie Clint Dempsey und Mittelfeldmotor Michael Bradley bilden die Stützen des US-Teams. Sie sind es, die das zumeist eher junge Team mit perfekter Einstellung pushen und den Gegner mit hoher Lauf- und Zweikampfbereitschaft fordern können. Dennoch ist die aktuelle Form der US-Boys schwer einzuschätzen. Nach der souveränen Quali lief es nämlich alles andere als rund. Gegen die Schotten gab es ein mageres 0:0 und in Österreich und der Ukraine setzte es jeweils eine Niederlage. In der WM-Gruppe aber warten Kracher wie Deutschland, Portugal und Ghana.

Quote: Gesamtsieg USA 150.00

V wie Verteidiger

Offense wins games defense wins championships! Eine oft zitierte Floskel, die aber einen hohen Wahrheitsgrad besitzt. Meistens stehen ja die gewandten und filigranen Offensivakteure im Rampenlicht der Fußballgroßveranstaltungen. Deshalb widmen wir uns bei V wie Verteidiger den Zweikampfrecken aus der letzten Reihe, den rackernden Kampfschweinen, den Kunst-Grätschern und Türmen in der Abwehr. Zu den besten Verteidigern der Welt gehört mit Sicherheit Gerard Piqué. Der Spanier hat mit 27 Jahren alle Titel geholt, die sich ein europäischer Fußballer in diesen Gefilden gewinnen kann. Ebenfalls zu nennen wären Pepe und Sergio Ramos vom Champions League Finalist Real Madrid. Die deutschen Philipp Lahm und Mats Hummels gehören ebenfalls längst zur Weltspitze der Defensivspezialisten und sind in einem Atemzug mit Größen wie David Luiz, Giorgio Chiellini und Thiago Silva zu nennen.

W wie WM-Pokal

Er ist das ultimative Ziel. Der feuchte Traum eines jeden Fußballspielers. Die bekannteste und begehrteste Trophäe der Welt. Der FIFA WM-Pokal. Die aktuelle Trophäe ist der Nachfolger des legendären Coupe Jules-Rimet, der bei den Weltmeisterschaften von 1930 bis 1970 verliehen wurde und nach dem dritten Titelgewinn der Seleção dauerhaft in den Besitz der Confederação Brasileira de Futebol (CBF) überging. Der heutige Pokal wurde die die WM 1974 in Deutschland geschaffen. Experten aus sieben Ländern legten 50 Gestaltungsvorschläge vor. Letztendlich fiel die Wahl auf das Design des italienischen Künstlers Silvio Gazzaniga. Der Pokal ist 36,8 cm hoch und ca. 6 kg schwer. Er besteht aus 18-karätigem Gold. Auf der Unterseite bietet er Platz für die Gravur der Namen und Jahreszahlen aller einzelnen WM-Sieger seit 1974.

X – wie X – Unentschieden

Es ist das Ergebnis, dass die Amerikaner vom Prinzip her nicht verstehen. Die US-Fans mögen es nämlich gar nicht, dass sie eineinhalb Stunden in einem Stadion hocken, Hotdogs futtern und danach niemand hysterisch kreischen kann. Wenn man schon das Soccer-Spielprinzip nicht versteht, dann will man wenigstens wissen, wer gewonnen hat. Von der Faszination eines 2:2, das ein wackerer Underdog beim haushohen Favoriten erkämpfte oder einer salomonisch-gerechten Punkteteilung für ebenbürtige Kontrahenten hält man nichts im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Glücklicherweise gibt es nur in der Gruppenphase die Option eines Remis. In 820 Qualifikationsspielen für die WM 2014 gab es insgesamt übrigens nur 185 Unentschieden.

Y wie Youngsters

Smells like teen spirit! Die WM bietet auch dieses Mal für junge Talente die perfekten Rahmenbedingungen sich auf der größten, internationalen Bühne zu präsentieren. Und gerade dieses Mal scheint es so, als würden viele Trainer auf junges Blut setzen. Bestes Beispiel dafür ist der erst 20-jährige Raheem Sterling. Er ist sprintgewaltig, antizipiert schnell und kann problemlos auch an drei Defensivleuten vorbeidribbeln. Der Liverpoolspieler aus dem Jahrgang 94 beeindruckte in dieser Saison mit präzisen Abschlüssen und spielerischer Reife. Man darf auf die nächste Generation an jungen Spielern gespannt sein. Und wer erinnert sich nicht noch an einen jungen Michael Owen und sein herausragendes Tor im Achtelfinale der WM 98 gegen Argentinien? Welcher Youngster sorgt in Brasilien für Schlagzeilen?

Z wie Zahlenspiele

Zahlen sagen oftmals mehr als tausend Worde. Zahlenspiele gehören zum Fußball wie elf Kicker pro Team, zwei Tore, ein Referee und 90 Minuten Spielzeit.

0 – Null Punkte und Null Tore lautete die magere Ausbeute Griechenlands bei der WM 1994. 2010 gab es bei zwei Niederlagen gegen Südkorea und Argentinien zumindest einen Sieg über Nigeria. Die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina ist bei dieser WM das einzige Team, das bisher 0 Mal bei einer WM-Endrunde dabei war. Heißt: Džeko, Ibišević & Co. debütieren in Brasilien auf der ganz großen Fußballbühne.

1 – Ein Länderspiel haben die deutschen Nationalspieler Kevin Volland, Shkodran Mustafi und Erik Durm absolviert. Sie sind damit die unerfahrensten Kicker im deutschen Aufgebot.

4 – Vier Platzverweise gab es im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden bei der WM 2006 (vier Gelb-Rote Karten, zwei pro Team).

5 – Fünfmal hat die WM (einschließlich 2014) bereits in Südamerika Station gemacht. Das Turnier wurde bereits in Uruguay (1930), Brasilien (1950), Chile (1962) und Argentinien (1978) ausgetragen.

6 – Brasilien könnte zum sechsten Mal Weltmeister werden.

7 – Sieben Mannschaften haben sich bislang die Weltmeisterkrone aufgesetzt: Argentinien, Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Italien und Uruguay. Alle sind bei der WM in Brasilien am Start!

11 – Elf Sekunden dauerte es bis Hakan Şükür die Türkei im Spiel gegen Südkorea in Führung brachte und somit das schnellste Tor bei einer WM erzielte.

12 – Zwölf Städte werden die WM in Brasilien ausrichten. Die Hälfte davon war bereits 1950 Ausrichter. Nämlich Belo Horizonte, Curitiba, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro und São Paulo.

13 – 12 Maskottchen gab es bisher in der WM-Historie. Das erste war 1966 der Löwe World Cup Willie beim Turnier in England. Aktuell ist Fuleco, das Gürteltier mit von der Partie und die No. 13.

15 – 15 Tore hat Ronaldo für Brasilien bisher bei WM-Endrunden erzielt. Er ist der erfolgreichste Torjäger in der Turniergeschichte.

17 – 17 Jahre und 239 Tage. So alt war Pele als er bei der WM 1958 zum jüngsten Torschützen der WM-Historie wurde.

20 – Die WM ist die 20. Auflage des Turniers. Die erste Weltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt.

29 – Diese Zahl an Monaten dauerte die Qualifikation für die Endrunde. Die Quali begann am 15. Juni 2011 und endete mit dem letzten Playoff-Spiel am 19. November 2013.

32 – 32 Teams treten bei der WM an, sie werden insgesamt 64 Spiele bestreiten.

37 – 37 Millionen beträgt der Marktwert von Javi Martinez, dem amtierenden Welt- und Europameister. Mit Spanien forciert der defensive Mittelfeldspieler den erneuten Titelgewinn!

59 – Auf diesem Weltranglistenplatz rangiert WM-Starter Australien. Gruppengegner Chile (13.), Niederlande (15.) und Spanien (1.) sind deutlich besser gereiht.

64 – So viele Jahre dauerte es zwischen der 1. WM in Brasilien 1950 und der diesjährigen Auflage. Brasilien ist nach Mexiko, Italien, Frankreich und Deutschland erst das fünfte Land, in dem zum zweiten Mal eine WM-Endrunde stattfindet.

76 –Diese Zahl an Nationen hat bisher an einer Auflage der WM teilgenommen.

131 – So viele Länderspiele hat Miro Klose bis dato für die deutsche Nationalmannschaft bestritten. So viele wie kein anderer aktueller DFB-Spieler im WM-Kader.

145 – Bei der WM in Südafrika fielen 145 Tore. Das machte einen Schnitt von ∅ 2,27 pro Spiel.

210 – 210 Tore hat Brasilien bislang bei Weltmeisterschaften erzielt. Kein anderes Nationalteam schaffte mehr.

300 – Das Spiel mit den wenigsten Zusehern war die Partie Rumänien – Peru bei der WM 1930. Nur 300 Fans verirrten sich ins Stadion.

820 – Im Rahmen der WM-Qualifikation gab es weltweit 820 Qualifikationsspiele.

In Summe ergeben diese Zahlen 2014. Ein Jahr in dem wieder Fußballgeschichte geschrieben wird.

Weitere Zahlenspiele: Die Fußball-WM ist das größte Sportereignis der Welt. So sahen ca. 715,1 Mio. Menschen das Finale der WM 2006. Die Spiele der WM 2010 wurden auf 245 Kanälen in 204 Ländern ausgestrahlt. In den Stadien wurden 7.500 Hektoliter Bier ausgeschenkt. Die Fans verzehrten 400.000 Hot Dogs. 814 Fußballprofis sind bei der WM in ihren jeweiligen Teams im Einsatz. Der ∅.Marktwert liegt bei 8,09 Mio. Euro. Der Gesamtmarktwert aller Spieler liegt bei geschätzten 6,58 Mrd. €! Bis dato wurden mehr als 2.600.000 Tickets verkauft. Davon knapp 1 Mio. in Brasilien, gefolgt von den USA (ca. 155.000), Australien (ca. 41.000), England (ca. 40.000) und Kolumbien (ca. 34.000). Die FIFA erwartet ca. 600.000 ausländische WM-Touristen.

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